SOLID Talk “Wirtschaft nach der Pandemie” – mit Heimo Scheuch

Zwei Jahre nach den ersten Lockdowns und Baustellenschließungen in Österreich und einem bemerkenswerten Telefongespräch trafen sich SOLID-Chefredakteur Thomas Pöll und Wienerberger AG-CEO Heimo Scheuch zum Zukunftsgespräch. Was ist anders geworden durch Covid? Was können wir besser machen? Welche neuen Perspektiven du Notwendigkeiten ergeben sich? Und schließlich: wer muss sich jetzt wirklich am Riemen reißen?

#ohneFilter – Die Runde der Chefredakteur:innen

Die wahren Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die österreichische Wirtschaft.

Jeden Tag hören wir aus den verschiedensten Bereichen der Wirtschaft unterschiedlichste Meldungen und Meinungen, was die tatsächlichen und möglichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf Österreichs Wirtschaft betrifft. Das nahmen Chefredakteur:innen des renommierten B2B-Medienhauses WEKA Industrie Medien zum Anlass, in der Diskussion miteinander tiefer zu gehen, ihr jeweiliges Wissen miteinander zu vernetzen und daraus ein möglichst realistisches und kohärentes Bild der Situation zu zeichnen. Was tut (abgesehen vom menschlichen Leid) wirklich weh, wo könnte es brenzlig werden, was ist aufgebauscht und vor allem: was kann und muss man für die Zukunft ableiten?

Moderation:
Beatrice Schmidt, Geschäftsführerin der WEKA Industrie Medien

Diskutanten:
Rudolf Loidl, Chefredakteur des Magazins INDUSTRIEMAGAZIN
Thomas Pöll, Chefredakteur des Magazins SOLID
Ludwig Fliesser, Leitender Redakteur des Magazins TRAKTUELL
Klaus Paukovits, Clustermanager Gebäudetechnik

Diplomarbeit: Roboterbar und Robotino – mobiler, autonomer Roboter

Elektronik-Maturanten entwickeln vollautomatisches Barsystem

Anfang April wurden die Diplomarbeiten „Roboterbar“ und „Mobiler, autonomer Roboter“ von den Elektronik-Maturanten Tobias Ringhofer, Marco Radits, Reinhard Sanz und Christopher Stampfl an den Auftraggeber HTL Pinkafeld übergeben. Ziel dieser Projekte ist die Realisierung eines vollautomatischen Barsystems.

Das Gesamtsystem der von Prof. Dipl.-Ing. Thomas Schlaudoschitz betreuten Diplomarbeiten besteht aus einer Roboterbar, einem mobilen Roboter und einem Logistikhaus, das die Becher für die Bar bereitstellt. Das System funktioniert vollautomatisch und protokolliert den gesamten Datenaustausch zwischen den Robotern sowie den Aufenthaltsort jedes einzelnen Bechers.
Das Barsystem besteht aus einem selbstgebauten Roboter mit Greifarm, 2 Portionierern, einem Flaschenablass und Regal mit Dosen. Der Benutzer kann z.B. eine Bierdose, 1 Glas Wasser, einen doppelten Whisky usw. bestellen. Die Bestellung erfolgt mittels Spracherkennung basierend auf den Sprachassistenten Alexa. Alexa kommuniziert über WLAN mit dem Controller des Roboters (WLAN-Modul ESP8266, Mikrocontroller ATmega2560). Je nach Bestellung führt der Barroboter seine Aufgabe durch. So nimmt dieser z.B. für einen doppelten Whisky zuerst einen leeren Becher, fährt dann zum entsprechenden Portionierer, lässt 2x Whisky ab, fährt zurück zum Benutzer und stellt diesem den Becher zur Verfügung. Da jetzt ein Becher benötigt wird, wird über WLAN der mobile Roboter (Robotino von Festo) und das Logistikhaus informiert. Der Robotino sucht mittels Kamera das Logistikhaus, fährt autonom zu diesem und holt einen Becher ab (den der Roboter des Logistikhauses inzwischen bereitgestellt hat). Zu diesem Zweck wurde der Robotino um einen eigens entwickelten Aufbau erweitert, bestehend aus vertikaler Schiene mit Zahnriemenantrieb und Greifer. Die Becher sind mit einem RFID-Tag ausgestattet, womit der Verarbeitungszustand und die Position der einzelnen Becher protokolliert werden. Der Verlauf der Kommunikation zwischen den Robotern und die Zustände und Positionen der Becher werden geloggt und über ein Webinterface angezeigt.

Das Projekt verbindet viele Aspekte der Industrie 4.0 wie z.B. mobile Robotik (Robotino), Industrierobotik (Greifarme), Tracking, Monitoring und Visualisierung. „Autonome Robotik“ ist einer der beiden Schwerpunkte der Abteilung Elektronik und Technische Informatik der HTL Pinkafeld.

7. ZTalk: Radikale Innovation – wie entkommen wir der Inkrement-Falle?

Schrittweise Weiterentwicklung und Produktverbesserungen alleine sind in der Industrie längst nicht mehr gut genug. Um sicherzugehen, dass das eigene Unternehmen kontinuierlich neue Geschäftsfelder erschließt und damit die eigene Existenz nachhaltig sichert, muss Raum für „Radikale Innovation“ geschaffen werden. Wie überwindet man im Maschinenbau die geübten (und bewährten!) Muster inkrementeller Verbesserung? In welchen Phasen laufen diese Prozesse ab? Warum muss radikale Innovation auch organisatorisch völlig anders aufgebaut sein als gewohnte R&D?

Radikale Innovatoren der heimischen Industrie wie Rene Adam (Director Research and Technology bei FACC Operations GmbH) , Gerald Fliegel (Global Head of R&D bei Primetals), Alois Wiesinger (Geschäftsführer Mechatronik/CTO bei Fill), undAlexander Platzer (Global Head of Engineering und Simulation, RHI Magnesita) diskutieren diese Fragen mit Andreas Pfleger (Business Development Manager, Zühlke Gruppe).

HLK Klima-Kälte-Keynote: Ille Gebeshuber

Die Forscherin, die aus dem Dschungel kam. Physikerin und Grundlagenforscherin Prof. Dr. Ille Gebeshuber hat am dritten österreichischen Klima-Kälte-Tag einen inspirierenden Vortrag über Biomimetik und Nanotechnologie gehalten und darüber erzählt, wie man aus den Abläufen der Natur für die Klima- und Kältebranche lernen kann.